Die Fasentzunft Ottenheim und die Hexenzunft wurden gegründet. In der Hoffnung nun endlich im Heimatort einer Fasentzunft beitreten zu können freuten sich einige weibliche Wesen schon. Doch welche Enttäuschung, in der Hexenzunft wurden nur Männer aufgenommen. Da wurde bei einigen Frauen der Kampfgeist geweckt. So einfach wollte man sich nicht geschlagen geben. Fasnacht 1987 protestierten einige Frauen dagegen, dass die neu gegründete Hexenzunft keine Frauen aufnahm. Sie marschierten mit Plakaten (mit Protestsprüchen) beim Fasentumzug mit.

Im Sommer 1987 traf man sich dann in kleiner Runde, um eine Fasnachtsfigur zu finden welche man gut mit dem Ried und Ottenheim in Verbindung bringen kann.

Uns schwirtte immer das Lied „d´r Hans im Schnooge-Loch“ durch den Kopf.

Nach einigem Hin und Her kam Gabi Kölber der Name „Schnooge-Hansili“ in den Sinn. Gesagt, getan, wir hatten unsere Figur mit der wir uns auch identifizieren konnten.

Nun musste man diese Figur auch einkleiden. Nach längerer Beratung einigten wir uns auf folgendes Kostüm: grüner Kittel mit schwarzer Schnooge, schwarze knielange Hosen, grün-weiß gestrickte Kniestrümpfe und ein weißes Halstuch.

 

Die erste Hürde war genommen. Doch nun benötigten wir eine Maske. Da kamen uns die Maske aus Gips, von der wir dann eine Negativ-Form herstellen konnten. Nach dieser Form wurden die Masken geschickten Hände und der Ideenreichtum von Aline Pramberger zugute. Sie fertigte eineDann kam die Frage der Kopfbedeckung. Wir entschieden uns zuerst für eine Perücke aus Hans (es sollte ja nicht viel kosten).gegossen und angemalt.

Ein großer Idealismus, viele Arbeitsstunden, viele gefahrene Kilometer, ein Quälen der Nähmaschinen waren nötig bis dann am Rosenmontag 1988 „d´r Schnooge-Hansili“ zu seinem ersten Umzug in Ottenheim startbereit war.

Alle hatten gehofft, dass der Elferrat endlich einsieht, dass auch Frauen etwas auf die Beine stellen können. Wir stellten einen Antrag an die Fasentzunft, mit der Bitte als eigenständige Gruppe in der Fasentzunft Ottenheim aufgenommen zu werden. Doch leider wurde dieser Antrag abgelehnt. Nun war guter Rat teuer. Wir hatten viel Zeit und Geld in unser Kostüm investiert. Sollte das alles umsonst gewesen sein !?

Am 30.04.1988 setzten wir uns zusammen und kamen zu dem Entschluss. Das uns nichts anderes übrigbleibt, als einen Verein zu gründen. Zuerst wollten wir nur im örtlichen Vereinsregister eingetragen werden. Die Mitgliederversammlung zur Vereinsgründung wurde auf dem 13.Mai 1988 festgelegt.

Gründungsmitglieder waren: Jutta Doll, Jürgen Doll, Bernhard Schlager. Angelika Schlager, Brigitte Biegert, Siegfried Biegert, Hildegard Braun,Mario Braun, Charly Brauen, Günther Kern, Heike Kern, Marina Zipf, Harald Zipf, Gabriele Kölber, Oswald Schwarz, Carmen Ziegler, Aline Pramberger

Mit dieser kleinen Gruppe fingen wir an. Bei der Mitgliederversammlung 1993 konnte der  1. Vorstand einen Mitgliederstand von 36 aktiven Mitgliedern . 18 Kindern bis 14 Jahre und 57 passive Mitglieder mitteilen.

 
 
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